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Großprojekt Ballkleid

Ballkleid für Wien

2026 startete für mich grandios! Eine Woche Wien mit einen Ball.

 

Ein rauschendes Fest, schmerzende Füße, chaotische Mitternachtsquadrille, wenig Schlaf, täglich mindestens 10.000 Schritte, Stoffläden, Shoppen, Kultur, Kunst, Essen, Essen und noch mal Essen.

 

Eine unvergessliche Woche Wien, in der ich einen Bekannten aus der Studienzeit besucht habe und neue wirklich nette Leute kennengelernt habe. 

 

Highligt: ein Wiener Stoffladen.

Die Recherche begann schon im Juli 2025, als klar war, dass es im Februar 2026 nach Wien geht. 

 

Ich hatte noch ein Balkleid aus Studentenzeiten (aus schwarzem Baumwollsatin), das war aber schon so abgewetzt, dass ich es habe gehen lassen. Ich habe endlose Hochzeitsläden und Abteilungen für Abendmode durchsucht auf der Suche nach Inspirationen, am Ende ist es aber komsicherweise genau das Kleid aus der Studentenzeit geworden. 

Ich wollte erst ein hellblaues, gewickelt und drapiert, aber dann bin ich doch beim Vogueschnitt (Vogue Schnittmuster V9182) hängen geblieben. Das Oberteil und der Rock ist nichts anderes, als ein bodenlanger voller Tellerrock.

Der Stoff ist wieder Baumwollsatin, aber dieses Mal hochwertiger und mit etwas Stand. 

Das wichtigeste war, dass es Taschen hatte! 

 

 


Die große Herausforderung war der Unterrock! Meterweise Tüll! Als Grundlage habe ich enen 3/4 Tellerrock aus Pettycoattüll ausgeschnitten. Daran kamen dann unten Verstärkungen aus dem Pettycoattüll, damit er am Saum nicht zusammen fällt. Danach habe ich 3 Bahnen Tüll angenäht. Einmal auf Höhe des Schritt, dann kurz über dem Knie und noch einmal unterhalb vom Knie. Das ergab die perfekte Form.

Es war ziemlich anstrengend sich durch den ganzen Tüll zu kämpfen und ich kann nur empfehlen einmal aus Kreide zu markieren, wo die Tüllbahnen hinsollen und dann eine Naht genau dort zu setzen. Das macht es deutlich stressfreier.

Der Pettycoattüll knistert allerdings ganz furchbar! Mit Strumpfhose nicht machbar. Ich habe also einen weiteren 3/4 Tellerrock aus Baumwolle als Lage zwischen Strumpfhose und Unterrock gewählt. Das "ging sich sehr gut aus."

Wichtig! Es hatte Taschen!  Ich hatte zwar auch ein Täschchen dabei, aber manchmal muss etwas ganz schnell verschwinden oder passt einfach nicht ins Täschchen. 

Einen Kleidersack musste ich auch noch nähen. Damit dem Kleid nichts passiert. (Ich bin mit der Westbahn gefahren, da musste ich mir keine Gedanken um Koffer machen)


Bolerojäckchen:

 

Eigentlich wollte ich Ärmel dran nähen, die man wieder abnehmen konnte. Aber da mir zum Schluss wirklich die Zeit ausgegangen ist (Ich habe am Abend vor der Zugfahrt noch die Träger korrigiert und den Kleidersack genäht) habe ich mich für ein Bolerojäckschen entschieden.

 

Ich hatte hier einen Spitzenstoff liegen, der schon mindestens 10 Jahre auf dem Buckel hatte und aus dem ich eigentlich einen Tangorock nähen wollte. Allerdings hat der Rock große schwarze Perlen, wegen denen man sich eigentlich garnicht richtig setzen kann. Also habe ich ihn nun für dieses Projekt geopfert.

 

Und es war die richtige Entscheidung!.


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